IMP

Intelligent Maintenance Planner & Inspection Knowledge Based Maintenance Management System

Schlagwörter wie „intelligente Fabrik der Zukunft“, „Industrie 4.0“ oder „die vierte industrielle Revolution“ bezeichnen keine zukünftige Entwicklung, sondern sind bereits in der Realität der IKT in Österreich angekommen – auch am Studiengang Informationstechnik & System-Management, wo Forscher des Studienganges gemeinsam mit Projektpartnern unter anderem die Wartungsplanung in Hochleistungsproduktionsprozessen optimieren möchten.

Im Forschungsprojekt IMP – Intelligent Maintenance Planner werden zusammen mit der Ing. Punzenberger COPA-DATA GmbH und der Profactor GmbH Verfahren entwickelt, um Wartungsarbeiten in der industriellen Produktion intelligent zu unterstützen.

Dazu werden Echtzeitdaten von Maschinen und Betrieben analysiert und mit dem typischen Routineablauf verglichen. Durch das Ermitteln von Abweichungen sollen künftige Wartungsarbeiten frühzeitig, noch vor Auftreten der Fehlerzustände erkannt und durchgeführt werden.

„Für jeden bekannten Wartungsfall werden die einzelnen Arbeitsschritte ermittelt und in einer Datenbank bereitgestellt“, sagt Projektleiter und Fachbereichsleiter für Mechatronik und Robotik Robert Merz.

Intuitive Wartung mit Tablets und Google Glasses


Wird ein Wartungsfall detektiert, werden aus den im System verfügbaren, betrieblichen Daten die zeitliche Verplanung und die benötigten Ressourcen für anstehende Reparaturarbeiten abgeleitet, inklusive wirtschaftlicher Randbedingungen und Zielvorgaben wie Arbeitszeiten, Terminvorgaben, Strategien oder Kostenfaktoren. Merz: „Die Werksarbeiter und Reparateure sollen automatisiert zugeteilt werden und sollen ihre Wartungsarbeiten intuitiv durchführen können.“ Zusätzlich zu den mechanischen Werkzeugen werden auch Augmented-Reality-Werkzeuge wie Tablets oder Google Glasses, welche die Maschinen mit dem Internet verknüpfen, eingesetzt, die die Arbeitsschritte mittels Bildern oder Videos darstellen.

Der Projektpartner Profactor GmbH ist Experte im Umgang mit Augmented-Reality-Werkzeugen, die Ing. Punzenberger Copadata GmbH entwirft mögliche Anwendungszenarien, wie zum Beispiel den Aufbau eines Förderbandes, ist für die Generierung und Bereitstellung von Testdaten zuständig und bildet die Schnittstelle zwischen Fehlererkennung und Wartungsarbeiten. Die Forscher am Studiengang, Davood Aghajanpour, Dorian A. Prill, Simon Kranzer, Roland Graf und Robert Merz, interpretieren aus den Testdaten mithilfe von mathematischen Modellen und Methoden der Mustererkennung intelligenten Algorithmen für die automatische Fehlererkennung.

 

 

Facts:

Team:              Robert Merz, Roland Graf, Simon Kranzer, Davood Aghajanpour,
                       Dorian Achim Prill
Laufzeit:          Oktober 2014 - September 2016
Budget:            € 670.351,- (gesamt)
                       € 149.771,- (FH/ITS)
Förderquote:       79,99 %
Fördergeber:     FFG, IKT der Zukunft
Projektpartner:  PROFACTOR GmbH
                        Ing. Punzenberger Copadata GmbH

 

Links:

Profactor Leistungsbericht 2015

FFG Leistungsbericht IKT d. Zukunft 2012_2015
(s. Seite 20)