Landesförderung Auf- & Ausbau Forschung

ROBOTIK - Mensch Maschine Interaktion

Ob Staubsaugerroboter im privaten Bereich oder Roboter in industriellen Fertigungsanlagen – intelligente Maschinen halten immer mehr Einzug in unseren Alltag.
Damit geht auch ein wachsendes Bedürfnis nach intuitiven und bedienerfreundlichen Steuerungsmöglichkeiten einher. Wurden Roboter bislang mit einem begrenzten, starren Befehlssatz ausgerüstet, wird mittlerweile intensiv an einer dynamischen Interaktion zwischen Mensch und Maschine geforscht.

Genau diese Thematik greift die aktuelle Forschung im Fachbereich Mechatronik auf:
Mit Hilfe eines handelsüblichen 3D-Sensors (Mircosoft Kinect) wird es möglich, Handbewegungen und Gesten eines Menschen zu erkennen und dadurch einen Industrieroboter zu steuern.
Das Ziel dabei ist nicht allein die Positionierung des Roboters, sondern auch das Erlernen komplexer Befehle, wie zum Beispiel das Interpretieren einer Zeigerichtung oder das Greifen und Platzieren von Gegenständen. Aufbauend auf der Technologie der Firma 3GearSystems ist es möglich, eine Hand über den Kinect-Sensor aufzunehmen und die Position der Finger(-glieder) zu tracken. Durch diese feine Auflösung kann nicht nur eine Zeigegeste beziehungsweise Richtung erkannt werden. Auch Zahlen oder Greifgesten können ausgewertet werden. Wurden diese Gesten richtig interpretiert, werden sie in Steuerungsbefehle für den Roboter umgewandelt und die neuen Positionsdaten über ein entsprechendes Protokoll an den Server des Roboters übermittelt.

Das Besondere an diesem Projekt ist das Zusammenspiel unterschiedlichster Disziplinen: Robotik, Computer/3D Vision, künstliche Intelligenz, Bildverarbeitung und viele mehr. Dadurch können Herausforderungen wie eine zeitnahe Verarbeitung des Videomaterials, die robuste Interpretation der gezeigten Gesten oder die präzise Positionierung des Roboters umgesetzt werden.

  • Bahnplanung für Multi-Roboter-Systeme

  • Steuerung von Industriemaschinen mittels Gestik

Facts:

Team: Robert Merz, Cornelia Ferner, Bernadette Himmelbauer
Laufzeit: September 2010 – August 2013
Budget: € 300.000,-
Fördergeber: Land Salzburg