SimuProd

Datenintegration, virtuelle Inbetriebnahme und simulationsgestützte Wartung von Produktionsanlagen

Industrielle Entwicklungs- und Fertigungsprozesse werden immer komplexer, deshalb sind effizientere Strategien bei der Inbetriebnahme und Wartung von Produktionsanlagen gefordert. Zudem steigen Zeit- und vor allem Kostendruck der Produktionsfirmen. Große Unternehmen und Unternehmen in hochautomatisierten Industrien setzen daher, bereits sehr erfolgreich, Programme und Rahmenwerke - Software für digitale Produktion - ein, die alle Teile ihrer Produktionsprozesskette vereinfacht, reproduziert und automatisiert.
Daneben existiert noch eine Reihe von weniger automatisierten Branchen sowie Klein- und Mittelbetriebe die, aus verschiedensten Gründen, keine oder nur teilweise computerunterstütze Instrumente einsetzen. Speziell Klein- und Mittelbetriebe haben meist nicht genügend Ressourcen, um ihre Produktion zu verbessern. Bei diesen Betriebsgrößen existieren oft auch Lücken infolge fehlender Integration von verschiedenen Softwarekomponenten.

Die Forschung im Projekt SimuProd konzentriert sich auf die Anwendbarkeit und Schulungsmöglichkeiten von Software für digitale Produktion für die Zielgruppe der weniger automatisierten Klein- und Mittelbetriebe.
Ein gemeinsames Rahmenwerk für Datenaufnahme, Datenanalyse, Steuerung, Planung, Visualisierung und Simulation durch die Nutzung von Standardschnittstellen ist hier häufig nicht realisiert und eine Zusammenführung der verschiedenen Ergebnisse bedarf zusätzlichen Aufwands. Insbesondere bei der Einbindung neuer Komponenten in einen bestehenden Produktionsprozess entsteht oftmals die Notwendigkeit verschiedene Datenbasen - sowohl zur Steuerung der neuen Komponenten als auch bei der Integration von Daten, die von Sensoren und Software der neuen Komponente geliefert werden - zusammenzuführen.
Im Zuge des Projektes werden Modelle zur Integration von Simulationsmethoden und Simulationswerkzeuge in den Planungs-, Entwicklungs- und Produktionsprozess der Betriebe erarbeitet und Konzepte zur skalierbaren Verwendung all dieser Instrumente entwickelt. Die Entwicklung, Erstellung, Betrieb und Wartung von industrieller Produktion, unterstützt durch ein Rahmenwerk zur Entscheidungsfindung und Werkzeugnutzung, reduziert sowohl Produktionskosten als auch Entwicklungszyklen und trägt damit zur Verbesserung der Produkteigenschaften bei.

 

 

 

 

Facts:

Team: Robert Merz, Simon Kranzer, Karin Glader, Karl Entacher, Roland Graf,               Reinhard Mayr, Sebastian Schöndorfer
Laufzeit: April 2012 - März 2015
Budget: € 478.940,- (gesamt)
            € 364.800,- (FH/ITS)
Förderrate: 76,17 %
Fördergeber: FFG, Intelligente Produktion
Kooperationspartner: Copa Data GmbH

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