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Forschungsnews

DACH+ Energy Informatics 2019 – Wie Energiesparen attraktiv und sicher wird

Treibhausgase reduzieren, die Energieeffizienz steigern und den Anteil an erneuerbaren Energien erhöhen: Europa hat sich ambitionierte Ziele im Energiebereich gesetzt. Bei der DACH+ Energy Informatics Konferenz von 26. - 27. September 2019 an der FH Salzburg präsentierten Wissenschafterinnen und Wissenschafter den ca. 100 Teilnehmenden verschiedenste Ansätze, wie diese Ziele mit Methoden der Informations- und Kommunikationstechnologie erreicht werden können.

Zentrales Thema der Konferenz war die Digitalisierung der Energieversorgung. »Die Klimaziele können wir nur dann erreichen, wenn wir unser Verbraucherverhalten verbessern und erneuerbare Energien intelligent einbinden«, so Konferenz-Organisator Dominik Engel, Leiter des Zentrums für sichere Energieinformatik an der FH Salzburg. Im Fokus der Diskussion standen dabei besonders Verbesserungen für die Benutzerinnen und Benutzer.

Stromfresser sichtbar machen

Die beiden Keynote-Speaker Andrea Kollmann vom Energieinstitut Linz und Claudia Binder vom École polytechnique fédérale de Lausanne betonten, dass Feedback und Wissen über den eigenen Verbrauch wesentliche Voraussetzungen für Energiesparen sind. „Ist diese Information bei den KonsumentInnen vorhanden, etwa über das Auslesen und Visualisieren von Daten aus intelligenten Stromzählern, bedarf es der richtigen Anreize“, so Kollmann. Mehrere Beiträge setzten sich mit ebensolchen Maßnahmen auseinander. So wurde eine Smartphone-App vorgestellt, die BenutzerInnen und Benutzer darauf hinweist, wann Strom besonders günstig verbraucht werden kann. „Wichtig ist nun, Systeme wie diese in Hinblick auf Benutzbarkeit und Akzeptanz zu optimieren“, betonte Binder.

Digitalisierung, aber sicher

Datenschutz, Privatsphäre und IT-Sicherheit waren ein weiterer Themenschwerpunkt der Konferenz. Unter anderem wurden digitale Zahlungsmethoden für das Laden von Elektrofahrzeugen vorgestellt, die die Anonymität der Benutzerinnen und Benutzer wahren – ein Beispiel, wie die Digitalisierung der Energiesysteme gelingen kann und gleichzeitig die entstandenen Daten verantwortungsvoll verarbeitet werden. Weitere Top-Themen waren die Absicherung und der Schutz der Stromsysteme sowie regionale Energiegemeinschaften, sogenannte Local Energy Communities.

Viel Nachwuchs an der FH Salzburg

Im Vorfeld zur Hauptkonferenz fand der Energy Informatics Doctoral Workshop statt. In diesem Format hatten 11 Nachwuchswissenschafterinnen und -wissenschafter die Möglichkeit, ihre Dissertationsvorhaben mit Professorinnen und Professoren aus dem Bereich der Energieinformatik intensiv zu diskutieren. Gleich zwei von ihnen – Clemens Brunner und Oliver Langthaler – forschen am Zentrum für sichere Energieinformatik der FH Salzburg.

Open Access Conference Proceedings:
https://energyinformatics.springeropen.com/articles/supplements/volume-2-supplement-1
 

Konferenz-Organisator Dominik Engel (Mitte) konnte Andrea Kollmann vom Energieinstitut Linz (links) und Claudia Binder vom École polytechnique fédérale de Lausanne (rechts) als Keynote-Speaker für die 8. DACH+ Energy Informatics Conference gewinnen. Foto: FH Salzburg

Etwa 100 TeilnehmerInnen tauschten State-of-the-Art Wissen zur Digitalisierung der Energieversorgung aus. Foto: FH Salzburg

Oliver Langthaler (links) und Clemens Brunner (rechts hinten) präsentierten ihre Dissertationsvorhaben beim Doctoral Workshop im Vorfeld der Hauptkonferenz. Foto: FH Salzburg

Der Best Paper Award ging an die EPFL in der Schweiz. Foto: FH Salzburg

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