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Blockchain-Technologie: Hype oder Allheilmittel?

15.05.2017 07:56 Von: KarA/KniF

Die Blockchain-Technologie ist momentan in aller Munde. Ursprünglich eingeführt zur Umsetzung der digitalen Währung Bitcoin, eignet sich diese dezentrale Technologie nicht nur für den Finanzsektor, sondern auch für weitere Geschäftsbereiche.

Aktuell wird die Blockchain-Technologie - wie man oft bei neuen, vielversprechenden Technologien beobachten kann - als Allheilmittel für alle Domänen gehypt.
Um der Sinnhaftigkeit der Anwendung von Blockchains im Vergleich mit etablierten, zentralen Technologien auf die Spur zu kommen, gestalteten Dominik Engel und Simon Kranzer für Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft den Themennachmittag „Silver Bullet Blockchain-Technologie?“ mit Experten aus dieser Domäne.

Im Hands-on Workshop wurde einführend gezeigt, wie eine einfache, auf Bitcoin basierende Blockchain aufgesetzt werden kann. Die Teilnehmer konnten die digitale Währung am eigenen Rechner minen (neue Münzen erzeugen), und diese gleich an andere Workshop-Teilnehmer versenden.

Als ‚Reality-Check‘ wurden anschließend Anwendungsfälle aus der Energiewirtschaft betrachtet und die Möglichkeiten und Limitierungen der Blockchain-Technologie für diesen Sektor diskutiert.

In drei Expertenvorträgen wurde das Thema Blockchain von verschiedenen Seiten beleuchtet:

Fabian Knirsch, ITS-Lehrender und Forscher am Josef Ressel Zentrum im Bereich Security & Privacy diskutierte die Kombination von Privacy Enhancing Technologies mit Blockchain-Technologie für Anwendungen im Smart Grid, eine neue, vielversprechende Methode. Ein spezielles Augenmerk lag auch auf den Möglichkeiten der Blockchain eine zentrale, vetrauenswürdige Instanz durch dezentrales Vertrauen zu ersetzen.

Tobias Hoffmann von BTC.com erklärte die Grundlagen der Bitcoin-Technologie wie Mining, das Prinzip der Verkettung von Blöcken, die benötigte Hardware und Weiterentwicklungen, wie Smart Contracts.

Erwin Smole CSO & Co-Founder von Grid Singularity sprach über Blockchain-Technologie als Enabler in der Energiewirtschaft. Das erfolgreiche, österreichische Start-up Unternehmen nutzt Etherium als Plattform für Anwendungen im Energiemarkt.


Dominik Engel, Erwin Smole und Fabian Knirsch