Im Notfall zählen Sekunden

Dynamisch gesteuerte Fluchtwege

Bachelorstudierende optimieren dynamisch gesteuerte Fluchtwegsanzeigen.

Sirenen, verrauchte Gänge, lebensbedrohliche Fallen: Verängstigte Personen versuchen das Gebäude zu verlassen. Aber wie findet man einen gefahrlosen und schnellen Weg nach draußen? Zuverlässige technische Hilfe kann in solchen Situationen lebensrettend sein.

Dynamisch gesteuerte Fluchtwege minimieren die Gefahr

Personen versuchen über fest beschilderte Fluchtwege das Gebäude zu verlassen. Dabei besteht das Risiko, direkt in die Gefahrenzone zu laufen. Zum Schutz und zur Beschleunigung der Evakuierungsvorgänge hat die Firma Flexit dynamisch gesteuerte Fluchtweganzeigen entwickelt, die den richtigen und gefahrlosen Weg nach draußen zeigen. Im Zuge seiner Bachelorarbeit am Studiengang Informationstechnik & System-Management hat Markus Rader das System genauer unter die Lupe genommen und Maßnahmen zur Optimierung entwickelt.

Leben retten mit System

Sobald die Brandmeldeanlagen in einem Gebäude reagieren, berechnet das Flexit-System einen gezielten Evakuierungsweg und gibt diese Informationen an Rettungskräfte weiter. In seinem Projekt beschäftigte sich der gebürtige Welser vor allem mit der effizienten Kommunikation zwischen den dynamischen Fluchtweganzeigen. 

Ad-Hoc-Netze ermöglichen Änderungen des Fluchtweges in Sekundenbruchteilen

Bisher musste eine normale drahtgebundene Netzwerkverbindung genutzt werden, in der eine zentrale Stelle die Informationen sammelt und anschließend an die entsprechenden Wegweiser in Form von Tablet-PCs weiterleitet. Für eine einfachere Installation der Anzeigetafeln will Flexit eine drahtlose Funkkommunikation einsetzen, weshalb Rader sogenannte Ad-Hoc-Netze analysierte. „Mit diesen Netzwerken sind die einzelnen Fluchtweganzeigen direkt und ohne zentrale Verteilerstelle miteinander verbunden und reagieren in Sekundenbuchteilen“, schildert Rader.

Direkte Kommunikation spart Zeit

Breitet sich zum Beispiel das Feuer weiter aus, kann schneller als bisher der Weg neu angezeigt werden. Für die schnellere Anzeige der Symbole entwickelte er ebenfalls eine spezielle Verwaltungssoftware. Diese direkte Kommunikation spart Zeit, die gerade in Notfällen über Leben und Tod entscheidet.

  • Markus Rader (links) analysiert Ad-Hoc-Netze für die Optimierung des Evakuierungssystems

Facts:

Projekt-Team: Markus Rader
Projekt-Betreuer: FH-Prof Prof. Dr. (habil) Ulrich Hofmann
Typ: Bachelorarbeit
Studiengang: Bachelor