Nierenstein-Tracking

Nierensteinbehandlung der Zukunft

Studierende optimieren Nierensteinbehandlungen mit neuesten Methoden der Bildverarbeitung

Wer Nierensteine hat, möchte vor allem eines: diese so schnell und schmerzfrei wie möglich wieder loswerden. An solchen Ablagerungen in den Nierengängen oder den ableitenden Harnwegen leidet in etwa jeder Zwanzigste in Mittel- und Westeuropa. Mit der sogenannten Lithotripsie-Behandlung wird versucht, solche Steine durch gebündelte Schallwellen zu zerkleinern, damit sie der Körper auf natürlichem Wege ausscheiden kann. Für die Fokussierung der Schallwellen ist eine genaue 3D-Lokalisierung des Steines notwendig. Die Idee in diesem Projekt ist es, für die Lokalisierung auf vergleichsweise schädliche und teure Röntgentechnologie zu verzichten und auch zur bildgebenden Diagnostik Schallwellen einzusetzen. „Dadurch können auch während der Behandlung sämtliche Bewegungen des Patienten in Echtzeit verfolgt werden und die Fokussierung entsprechend eingestellt werden.“, sagt Projektleiter Stefan Wegenkittl, der gemeinsam mit seinen Kollegen Werner Pomwenger und Peter Ott an dem Projekt arbeitet. „Diese non-invasive Technologie wird mit neuesten Methoden der Bildverarbeitung für Ultraschallvideos realisiert und trägt dazu bei, die Behandlungsdauer zu minimieren und gleichzeitig die Nebenwirkungen zu reduzieren“, meint Werner Pomwenger. Peter Ott beschäftigt sich besonders mit der Umsetzung der Algorithmik in Echtzeit und setzt dabei auf die Rechenleistung von Grafikkarten.  

Forschung baut auf Projekt von Masterstudierenden auf

Das Forschungsprojekt baut auf einem Prototypen der ITS-Masterstudierenden Bernd Altinger, Peter Keuschnigg und Wolfgang Zweimüller auf, die nun auch in ihren Masterarbeiten diese Thematik aufgreifen. Finanziert wird das in Zusammenarbeit mit Dr. Zimmermann von den Salzburger Landeskliniken (SALK) entstandene Projekt durch eine Kooperation mit der Schweizer Firma STORZ Medical AG, welche die Lithotripter entwickelt.

  • Experten beim Kick-Off Meeting an der FH Salzburg (v.l.): Olaf Gleibe (STORZ Medical AG), Axel Koch (STORZ Medical AG), Werner Pomwenger (ITS), Peter Ott (ITS) und Projektleiter Stefan Wegenkittl

Facts:

Projekt-Team: Bernd Altinger, Peter Keuschnigg und Wolfgang Zweimüller
Projekt-Betreuer: FH-Prof. Univ.-Doz. Mag. Dr. Stefan Wegenkittl, DI (FH) Werner Pomwenger, MSc, DI (FH) DI Peter Ott
Typ: R&D Project
Studiengang: Master