Sicher Leben retten

Studierende entwickeln Rettungskarten-App

Fortschrittliche Technik, moderne Autos. Hersteller garantieren mit ihren neuesten Entwicklungen eine erhöhte Sicherheit für Autofahrer. Doch ist das wirklich so?

Die neueste Technik und gezielte Verstärkung der Karosserie können nicht nur von Vorteil sein: Einsatzkräfte müssen sich dem erhöhten Widerstand mit Bergeschere und Spreizer entgegensetzen. Dadurch kann es zum ungewollten Auslösen von Airbags kommen, die sich beim Crash noch nicht selbstständig geöffnet haben – eine gefährliche Situation, sowohl für Einsatzkräfte als auch für die Verletzten.

„Rettungskarten zeigen uns riskante Stellen und helfen uns sicher zu handeln“

Mit einer so genannten Rettungskarte, in der deutlich die Lage von Karosserieversteifungen, Batterie, Airbags und Gasgeneratoren zum Zünden der Airbags eingezeichnet sind, kann die Rettung sicher durchgeführt und Zeit gespart werden. Diese Karten gibt es für jede Automarke, -modelle und -type. „Automobilclubs empfehlen ihren Mitgliedern, die Rettungskarten hinter der Fahrer-Sonnenblende im Auto zu deponieren“, sagt Bernd Altinger, der sich gemeinsam mit seinem Studienkollegen Roman Schnatter dem Thema widmete.

Jedoch sei diese Karte bei einem Unfall meist nicht auffindbar. Schnatter ergänzt: „Vor allem wenn sich das Auto ein paar Mal überschlägt“. Beide Masterstudenten des Studiengangs Informationstechnik & System-Management wissen, wovon sie sprechen. Sie sind bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig und haben schon einige Rettungen live miterlebt.

„Rettungskarten-App für effizientere und schnellere Rettung“

„Wir haben eine App entwickelt, mit der man mit dem Smartphone die neuesten Rettungskarten abrufen kann“, erklärt Altinger, der die mobile Applikation gemeinsam mit seinem Kollegen im Auslandsse-mester in Südkorea erstellt hat. Sämtliche Rettungskarten werden dafür in einer webbasierten Datenbank gespeichert. Mit der benutzerfreundlichen Applikation können Einsatzkräfte nach Eingabe von Automarke, -modell und -type feststellen, wo sie ihre Werkzeuge gefahrlos ansetzen können. Schnatter: „Die Applikation ist auf Android-Smartphones verwendbar und kann auch für Ersthelfer nützlich sein, um sicherer Leben zu retten“

Facts:

Projekt-Team: Bernd Altinger, Roman Schnatter
Studiengang: Bachelor

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