Smart Home

Das intelligente "zu Hause" der Zukunft

Bachelorstudenten erforschten die Nutzungsmöglichkeiten einer Schweizer Technologie für smarte Wohnungen.

Heutzutage ist im intelligenten "zu Hause" alles vernetzt. Dadurch steigt nicht nur der Wohnkomfort - auch Stromsparen ist leichter möglich.

Drei Bachelorstudenten setzten sich mit dem „intelligenten zu Hause“ auseinander und erforschten die Nutzungsmöglichkeiten einer Schweizer Technologie für smarte Wohnungen genauer. „Mit der digitalSTROM-Technologie werden sozusagen „nicht smarte“ Elektrogeräte mit einem nur wenige Millimeter kleinen Chip aufgerüstet“, sagt Thomas H. Schmuck, der mit seinen Kollegen Stefan Fellner und Dominik Stradner eine Software implementierte, die die Kontrolle und Vernetzung der Geräte übernimmt. Hierbei dient als Kommunikationskanal einfach die Stromleitung. Mit einem Computer, über ein Tablet oder ein Smartphone lassen sich nun „nicht intelligente“ Geräte bei Bedarf ein- und ausschalten. Schmuck: „Ich kann damit zum Beispiel einen Wasserkocher vom Auto aus einschalten. Wenn ich anschließend in die Küche komme, habe ich schon heißes Wasser für meinen Tee.“

Smart Grids zum Ausgleich von Verbrauchsspitzen

Das Ergebnis des Bachelorprojekts machten sich die Masterstudenten Rene Blaschke, Martin Oichtner und Ulrich Pache zu Nutze. Mit ihrem Projekt „Power Peak Dampening System“ greifen sie auf die erweiterte digital-STROM Technologie zurück und entwickelten eine Möglichkeit ungewollte Stromverbrauchsspitzen in den Griff zu bekommen.

In Ortsnetzen kommt es immer wieder zu hohen Verbrauchsspitzen. Der Stromversorger ist in diesen Fällen gezwungen Energie anderswo heranzuschaffen oder teuer zu kaufen, was sich wiederum auf die Tarife auswirkt. „Durch Vereinbarungen, welche Geräte im Fall von Verbrauchspitzen bei Kunden abgeschalten werden dürfen, kann der Stromversorger die Lastspitzen besser ausgleichen“, erklärt Rene Blaschke, der bei der Salzburg AG tätig ist und berufsbegleitend sein Masterstudium an der FH Salzburg absolviert. Kunden erhalten dafür beispielsweise einen günstigeren Stromtarif.

Power Peak Dampening System

Sobald eine definierte Auslastungsgrenze überschritten wird, erhält das Steuerungssystem der Masterstudierenden eine Nachricht. Durch die Zusammenarbeit einer leistungsstarken Datenbank und eines intelligenten Schaltalgorithmus wird sofort eine Liste erstellt, in welcher alle Geräte enthalten sind, die abgeschaltet werden müssen, um die Verbrauchsspitze zu beseitigen. Die in dieser Liste enthaltenen „Stromfresser“ werden anschließend über das DigitalSTROM-System automatisch abgeschaltet. Sobald sich der Stromverbrauch wieder normalisiert, werden die Geräte automatisch reaktiviert.

  • Das Haus der Zukunft: Neue technologische Entwicklungen machen unser "zu Hause" intelligenter

  • Bachelor-Projektteam (v.l.): Stefan Fellner, Dominik Stradner, Thomas H. Schmuck

Facts:

Projekt-Team Bachelor: Stefan Fellner, Thomas H. Schmuck, Dominik Stradner
Projekt-Team Master: Rene Blaschke, Martin Oichtner, Ulrich Pache
Projekt-Betreuer: FH-Ass. Prof. Dipl.-Phys. Judith Schwarzer
Typ: Bachelorarbeit, R&D Project
Studiengang: Bachelor, Master