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IKT Forum 2015 | Agiles Projektmanagment - Fluch oder Segen

Rückblick

Projektmanagement im Wandel - Agiles Management für komplexe Projekte.


Unternehmen müssen immer rascher auf die Anforderungen ihrer Kunden reagieren, neue Produkte kreieren und sich vom Markt abheben.

„Dies ist keine leichte Aufgabe und stellt das Management immer wieder vor Herausforderungen“, sagt Manfred Mayr, Fachbereichsleiter für IT-Management und Wirtschaft am Studiengang Informationstechnik & System-Management der FH Salzburg. Die ständigen Veränderungen der Kundenanforderungen und die zu hohe externe Änderungsdynamik veranlassen Projektmanager zum Umdenken.

Im Wandel
„In den nächsten fünf Jahren wird Projektmanagement immer wichtiger. Prognosen sehen voraus, dass 2020 zirka 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung von Projektgeschäften bestimmt werden. Derzeit liegen wir bei etwa zwei Prozent“, sagt Mayr, „es wird somit schneller und riskanter“. Kurzlebige Wertschöpfungsstrukturen, beschleunigte Wissensentwicklung, verkürzte Produktlebenszyklen, höhere Risikobereitschaft, stärkere Kapitalmarktorientierung, und mehr Selbstständige werden in Zukunft Geschäfte dominieren. Mayr: „Ebenso nehmen Nischen an Bedeutung zu, dementsprechend müssen sich die Unternehmen mehr spezialisieren.“ Die „Projektwirtschaft“ wird daher auch verstärkt Partner und Kunden miteinbeziehen. „Informierte Käufer erwarten Auswahlmöglichkeiten und fordern mehr Systemprodukte“. Daher sind Unternehmen gezwungen mit neuen Methoden den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Klassisch oder agil?
Die vergangenen Jahrzehnte waren überwiegend vom klassischen Projektmanagement bestimmt. Mayr: „Hier steht zu Beginn die klare Formulierung der Ziele im Vordergrund. Darauf aufbauend planen die Projektmanager Meilensteine und weitgehend voneinander abgegrenzten Phasen, wie Planung, Umsetzung und Validierung.“ Zusätzliche Anforderungen fließen typischerweise erst nach der Projektumsetzung ein. Die bekanntesten Ansätze für erfolgreiches „klassisches“ Projektmanagement  sind IPMA, PMI und PRINCE 2.

Die Zukunft des Projektmanagements liegt jedoch im dynamischen Bereich. Mayr: „Agiles Projektmanagement basiert, anders als das klassische Projektmanagement, auf der Annahme, dass insbesondere IT-Projekte zu komplex und deshalb nicht durchgängig in der ‚klassischen‘ Weise planbar sind.“ Hier ist mit einer hohen Dynamik zu rechnen, die eine Veränderung der Ziele, des Umfelds und der Erwartungen an die Lösung beinhaltet. Agile Projekte setzen dabei auf enge, interaktive Zusammenarbeit zwischen dem Projektauftraggeber und den umsetzenden – sich weitgehend selbst organisierenden – Teams. Kurze Zeitabstände, nach denen Änderungen und neue Anforderungen in die Planung aufgenommen werden können, sind ebenfalls typisch. Hierbei setzen derzeit Projektmanager vermehrt auf Scrum oder Kanban. Mayr: „Man muss bei jedem Projekt und Team abschätzen, nach welchen Ansatz man agieren sollte. Sowohl die eine als auch die andere Methode bietet Vorteile“. In einer Studie von GULP 2013 sind deshalb mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass künftig immer mehr IT-/Engineering-Projekte nach hybriden – also nach einer Kombination aus klassischen und agilen – Methoden durchgeführt werden.

 

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