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Pi Day | 14. März

Der inoffizielle Feiertag aller Mathe-Fans

Die Studiengänge Informationstechnik & System-Management sowie Wirtschaftsinformatik & Digitale Transformation der FH Salzburg feiern mit euch gemeinsam den internationalen Tag der Mathematik – oder anders genannt den Pi Day.  An diesem Tag, am 14. März, werden besonders viele Kuchen oder andere kreisförmige Leckereien gegessen.

Warum kreisförmig❓

Der Umfangs eines Kreises geteilt durch dessen Durchmesser ergibt 3,14159.... Das ist die Zahl Pi.

Warum 14. März❓

Der 14.03. gilt deshalb als Pi-Tag, weil in der amerikanischen Schreibweise bei Angaben des Datums zuerst das Monat und dann der Tag genannt wird - also 3/14. Die gerundete Zahl Pi ist 3,14. Könnt ihr die Gemeinsamkeit erkennen?

Informationstechnik & System-Management

Technik trifft Innovation

Vertiefungen:
- Mechatronik
- Medieninformatik & Bildverarbeitung
- Netzwerk- & Kommunikationstechnik

Wirtschaftsinformatik & Digitale Transformation

Digitalisierung verstehen und umsetzen

WARUM EIGENTLICH MATHEMATIK?

Im Gespräch mit Mathe-Lehrenden Karl Entacher

Von Beginn an ist er mit dem Studiengang Informationstechnik & System-Management (damals noch Telekommunikation und -Systeme) eng verbunden. Mit viel Herz und Einfühlungsvermögen begleitet er jährlich mehrere Hundert Studierende durch das Studium und vermittelt ihnen »The Beauty of Math«. Karl Entacher ist einer der Urgesteine der FH Salzburg, Vollblut-Mathematiker und begeisteter Lehrender. it's hat mit dem gebürtigen Großarler gesprochen und ihn zu Mathematik, Angst, Vorurteilen und warum das mathematische Denken für ein IT-Studium eine gute Grundlage ist, befragt.

it's: Karl, du hast nun mehr als 25 Jahre Erfahrung im Unterrichten – bist seit Beginn an Lehrender für Mathematik am Studiengang und auch als Lehrer an einer HTL tätig. Oft werden Stimmen laut, dass die Angst vor Mathematik einen großen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen ein technisches Studium hat. Auch ist dieses Fach verrufen, die Drop-out Quote zu erhöhen. Muss man tatsächlich Respekt vor dem Fach haben?

Karl Entacher: Respekt ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Man sollte einfach versuchen soweit wie möglich offen für dieses Fach zu sein, auch wenn man in der schulischen Vergangenheit – aus welchem Grundauch immer – etwas »verschreckt« worden ist. Mathematik ist eine wunderschöne Sprache, mit einer manchmal etwas komplexen Grammatik, aber diese Sprache hat unter anderem sehr viele (nicht nur) technische Errungenschaften der Menschheit ermöglicht. Man muss zu Studienbeginn die schulischen Erfahrungen einfach hinter sich lassen und sich auf Mathematik einlassen, auch wenn man dies manchmal als Hürde empfindet. Die Lösung ist, dass man von Anfang an aktiv mitmacht, dann wird jede(r) ganz sicher bald mit mehr Freude dabei sein. Bei ITS – und natürlich auch in der HTL – bekommt man am Anfang garantiert genügend Zeit, um Verdrängtes aufzuholen.Und wir Lehrenden helfen natürlich gerne bei konkreten Fragen.

it's: Hat sich im Bildungsbereich in Bezug auf die Vermittlung von Mathematikkompetenzen etwas verändert?

Karl Entacher: In den vergangenen Jahren hat sich im Bildungsbereich viel verändert. In vielen Schulen hat sich der Mathematikunterricht auf die Anwendung von mathematischer Software konzentriert, um etwa fokussierter auf die standardisierte Reifeprüfung zu lernen. Viele Studienanfänger sind zwar sehr gut in der Anwendung dieser Software, haben aber bei den grundlegenden »händischen« Kompetenzen wie Bruchrech-nen oder Formelumstellung ernsthafte Probleme. Mit Geogebra etc. kann man sehr schön mathematische Beispiele erarbeiten, aber das »Basis-Handwerk« kommt leider oft zu kurz. Für ein Informatikstudium ist dieses Handwerk aber sehr wichtig. Viele Studierende werden später Software selbst entwickeln, dabei ist es sehr wichtig, dass man formale (Programmier-) Sprachen sehr gewissenhaft und sicher anwendet. Programmier- oder Anwendungsfehler können mitunter sehr negative Auswirkungen haben. Gutes mathematisches Handwerk fördert formale Kompetenzen und eine gewissenhafte Umsetzung von technischen Aufgabenstellungen und unterstützt somit die Vermeidung von Fehlern.

it's: Was sollten Lehrende tun, damit Mathematik nicht wie ein Damokles-Schwerts über den Studierenden und über den Schülerinnen und Schüler schwebt? Bzw. was können Schülerinnen, Schüler und Studierende selbst tun?

Karl Entacher: Die Studierenden sollten von Anfang an versuchen aktiv dabei zu sein, um pro Woche konzentriert und stetig an Grundlagenübungen zu arbeiten. Die Studiengangsleitung und die Lehrenden sollten zu Beginn eines Studiums den Studierenden die notwendige Zeit ermöglichen um mathematisch wieder fit zu werden, und dazu braucht es ganz sicher das erste Studienjahr in einem ausreichendem Stundenausmaß. Erst dann werden, mit viel Motivation und Unterstützung, die Studierenden wieder richtig Spaß an Mathe haben.

it's: Last but not least: Was sind deine Ziele für die Zukunft?

Karl Entacher: Mich der »Beauty of Math« intensiver widmen und eine Beitragsreihe dazu gestalten. Ich möchte gerne zeigen, was alles mit dieser Sprache noch Schönes gestaltet werden kann.